Weißt du was man beim Cheerleading macht? Nein? Hier erfährst du es. Und vielleicht ist es ja dein heimliches Traumhobby?
Cheerleading ist ein Sport der in Deutschland meiner Meinung nach viel mehr Gehör verdient hat. Bevor ich mit insider-Wissen starte erkläre ich erst einmal worum es beim Cheerleading generell geht. Cheerleading kommt aus Amerika, dort ist es total normal diesen Sport zu betreiben und fast jedes Mädchen und auch einige Jungen haben dort Spaß daran, doch nun zum wichtigsten, was macht man beim Cheerleading eigentlich? Wenn man Cheerleading macht, so wie es „normal“ ist, dann erstellt man zusammen in einem Team mit Trainern eine circa zweieinhalb Minuten lange Choreo in der man folgende Aspekte mit einbeziehen muss:
-Stunts
-Jumps
-Dance
-Pyramide( kurz : Pyra)
-Tumbling
Stunts
Bei den Stunts geht es prinzipiell darum das eine Base bestehend aus den beiden Side Bases die den Flyer (die Person die Hochgehoben wird) an den Füßen halten und dem Back der den Flyer oftmals am Rücken oder an den Fußgelenken hält mit dem Flyer verschiedene Figuren ( Stunts) aufführen. Bei den Stunts gibt es verschiedene Stufen die je nach Level ( auf Level werde ich später noch zurückkommen) variieren und schwerer werden. Der Stunt der am meisten in den unteren leveln verwendet wird ist der sogennante prep wo der Flyer auf Bauchnabelhöhe gehoben wird. In höheren Leveln geht es dann weiter mit dem Elevator bei dem der Flyer von den Bases bis auf Kinnhöhe gehoben wird. Wenn man dann noch etwas höher geht dann kommt man zu Extension (auch bekannt als Block) dort wird der Flyer von der Base bis über den Kopf gehoben und vom Back an den Fußgelenken gehalten. Der Flyer muss/kann auf dem Stunt noch verschiedene Posen sogennante Motions machen. Da gibt es die Liberty wo der Flyer auf einem Bein steht. Oder die Arabesk wo der Flyer ein Bein nach hinten Streckt und auf dem anderen steht. Mit den Händen kann ein Flyer auch noch viel machen beispielsweise ein High-V wo wie der Name schon sagt der Flyer mit den Armen ein V Formt. Dann noch das T wo der Flyer mit den Armen ein T formt und dass Low-V wo der Flyer ein V nur quasi nach unten macht.
Jumps
Die Jumps ( auf deutsch : Sprünge) sind meist mit das einfachste einer Choreo. Hier erstellt man zuerst eine Aufstellung, in der das Team nebeneinander steht und dann eine kurze Abfolge springt, in der unter anderem folgende Sprünge auftauchen können :
– T-Jump man macht eigendlich das gleiche wie beim T nur dabei noch springt.
– X-Jump man macht ein High-V
Es gibt natürlich noch mehr Sprünge, die würden hier aber den Rahmen sprengen. Bei den Sprüngen muss man darauf achten, dass man hoch genug in die Luft kommt und in der Luft auch Körperspannung hält. Was für einige Teams bzw. am Anfang eigentlich für alle Teams schwierig ist, ist dass alle gleichzeitig landen müssen, damit es sich sauber und geschmeidig anhört und damit man eine gute Punktzahl bekommt.
Dance
Beim Dance (auf Deutsch: Tanz) muss das gesamte Team einen meist nur einige Sekunden langen Tanz vorführen, der meist aus verschiedenen Parts besteht, in denen das Team in Gruppen eingeteilt wird, die jeweils einen anderen Part des Tanzes haben, doch trotzdem sieht alles am Ende geordnet und abgestimmt aus. Für den Tanz muss das Team meist lange üben, sonst kann es passieren, dass es am Ende sehr wild und ungeordnet aussieht.
Pyramide ( kurz: Pyra)
Die Pyramide ist oft das schwerste der Choreo, da hier mehrere Stunts verschiedener Höhen aufeinander treffen und die Flyer zusammen Motions machen. Meist steht ein Stunt im Elevator und einer Zeitweise im Elevator und in der Extension (Block). Die Flyer halten sich meist aneinander bzw. sie legen ihre Hände sich gegenseitig locker auf die Arme, um sich bei einem eventuellem Sturz nicht gegenseitig mit runter zu ziehen. Gefahren bei einer Pyramide sind natürlich, dass wenn ein Flyer fällt das Risiko höher ist, dass auch der andere Stunt mit fallen kann, da sich der Flyer wenn er fällt oft aus Instinkt am anderen Flyer festhält. Die Pyramide ist bei vielen Teams spektakulär und dadurch auch etwas, was bei der Jury auf Meisterschaften extrem gut ankommt, wenn es gut gemacht ist.
Tumbling
Tumbling ist im Grunde nur Turnen also so Sachen wie
-Rolle
-Handstand
-Radschlag
Natürlich gibt es auch noch viel mehr aber das alles würde hier den Rahmen sprengen.
Level
Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt, gibt es beim Cheerleading Level und je nach Level gibt es Dinge die man darf und dinge die man nicht darf. Es gibt Altersunterteilungen wo die jüngsten die Pewees sind, dann kommen die Juniors und die Ältesten sind die Seniors. Die Level haben ein sehr einfaches System: Es geht von Open-Division also ohne Punkte dann Level null, Level eins und immer so weiter. Logischerweise wird mit jedem Level alles schwerer. Viel mehr gibt es zu Leveln auch nicht zu sagen.
Ich bedanke mich, dass ihr meinen Artikel gelesen habt und vielleicht haben ein paar von euch ein neues Hobby gefunden.
Merle, 6WM
Quellenangabe zum Beitragsbild: https://pixabay.com/photos/tennis-shoes-cheer-squad-4433021/ [09.06.2026]
